Protest gegen die Auflösung des Orchesters der Landesbühnen Sachsen

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Der Freistaat Sachsen zieht sich aus der unmittelbaren Trägerschaft der Landesbühnen Sachsen zurück. Im Zuge der Umwandlung in eine Theater – GmbH soll das Orchester aufgelöst werden und das Musiktheater der LBS mit einem anderen Klangkörper zusammenarbeiten.
Im zuständigen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sind konkrete Pläne erarbeitet worden, welche eine schnelle, radikale, künstlerisch unsinnige, unsoziale und bisher beispiellose „Lösung“ beinhalten:

DAS ORCHESTER DER LANDESBÜHNEN SACHSEN WIRD AUFGELÖST!

Das bedeutet: Ein ganzes Orchester wird zerschlagen und 60 Musiker verlieren ihren Arbeitsplatz. Der Freistaat Sachsen trennt sich von einem seiner Orchester – um dessen Aufgaben von einem anderen und billigeren Orchester übernehmen zu lassen.
Konstruktive Vorschläge zur Vermeidung dieses Szenarios werden nicht ausreichend wahrgenommen.

Lassen wir es nicht dazu kommen!

Mit meiner Unterschrift protestiere ich gegen die beabsichtigte Auflösung des Orchesters der Landesbühnen Sachsen!

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Informationen

2011-03-11 14:49:29Zugefügt am:

vor 11 Monaten 

Carsten Von:

Musik In:


Petitions - Empfänger:
Staatsministerin Frau von Schorlemer, Kulturausschuss des Sächsischen Landtags

 

Tags

landesbühnen sachsen, musik, orchester, protest

 

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Liste der Kommentare

10/8/11
Scotty
Liebe Freunde des LBS-Orchesters,
es gibt jetzt eine Homepage, die über den Ernst der Lage detailliert informiert. und hier ist die Web-Adresse:
http://landesbuehnen-sachsen.m... 

Beste Grüße von
Anreas Scotty Böttcher
24/5/11
A.Reidel
Nur eine einfache Frage, wieviele Orchester müssen denn noch sterben, oder zusammengelegt werden bis unser super Deutschland zufrieden ist, da geben wir doch lieber Geld für wichtige Dinge aus. z. B. eine regelmässige Erhöhung von Diäten, oder jede Menge Fehlinvestitionen. Gerne habe ich mit meiner Familie die Felsenbühne besucht, Dresden weltweit ein Kulturzentrum.Mit dem Begräbnis der Landesbühnen ist wieder ein Ast vom Kulturbaum gefallen. An die verantwortlichen Damen und Herren " SCHÄMT EUCH "
24/5/11
Upauleck
Es werden nicht nur die Arbeitsplätze der Künstlre und Angestellten gefährdet, sondern auch anderer Personen, z.B.
Musikinstrumentenbauer bzw.  die, die sie Reparieren. Wie weit denkt das sächsische Kulturmisterium eigentlich
übre den Tellerrand hinaus?
Dafür kann man heute in der "Freien Presse" lesen, daß alle Bundeswehrstandorte in Sachsen erhalten bleiben und
das sich Herr Tillich sehr darüber feut.
Was soll man da noch denken??? Her mit den Waffen - nieder mit Kunst und Kultur????
18/4/11
Kathrin Lehmann
Es sind kleine Schritte die wir stetig in die falsche Richtung gehen... Kultur ist kein Luxusgut, keine freiwillige Ausgabe - sie ist ein Grundbedürfnis... unsere Wurzel. Wenn wir Kultur systematisch zerstören dann sägen wir buchstäblich am Ast auf dem wir sitzen...
Immer wieder wird uns suggeriert, dass Einsparungen an Kunst und Kultur einen Haushalt retten könnten... Dabei machen die Ausgaben an Kultur nur einen geringen Prozentsatz aus...

Es macht mich so wütend, wenn Milliarden in irgendwelchen Fehlinvestionen verschwinden und dann wieder an der Kultur gekürzt wird...
Wacht doch endlich auf....

Kathrin Lehmann, Theaterpädagogin, Badisches Staatstheater Karlsruhe
29/3/11
Scotty
P.S.:
Nach einem einwöchigen Konzert-Aufenthalt im ukrainischan Charkiv bin gestern Nacht wieder in Dresden gelandet. Zurück bleibt ein Gefühl unsagbarer Erfüllung und Dankbarkeit - aber auch Nachdenklichkeit.

Für jetzt nur so viel:
Alles liebe und nette Kollegen dort - und gute Musiker (allen voran der Organist Stanislav Kalinin). Christoph Gerbeth (hervorragender Oboist und Orchesterdirektor der Landesbühnen Sachsen) und ich wurden dort regelrecht herumgereicht - mit Pressekonferenz und Fernseh-Interviews bei zwei Sendern. Beide Konzerte in einem großen Saal waren rammelvoll. Die Ukrainer waren total dankbar, haben uns fürstlich bezahlt (obwohl die WIRKLICH kein Geld haben) und wussten unsere Musik zu schätzen, während wir uns im reichen Wohlstands-Deutschland immer wieder für das, was wir tun, rechtfertigen müssen.

In Charkiv wird übrigens gerade ein Konzertsaal neu gebaut - mit großer Schuke-Orgel und allen Schikanen, während in Deutschland eine Kultureinrichtung nach der anderen platt gemacht wird. Das "Land der Dichter und Denker" sollte sich klaftertief in Grund und Boden schämen. Aber sowas von...
19/3/11
Scotty
Dass die Auflösung eines qualitativ hervorragenden und sehr effizient an vielen "Fronten" arbeitenden Orchesters ÜBERHAUPT diskutiert wird, während schwerstkriminelle Bänker milliardenschwer dafür belohnt werden, dass sie die Wirtschaft an die Wand fahren, spricht für sich im "Land der Dichter und Denker". Wirklich kein Grund, stolz zu sein. Das ist einfach nur erbärmlich.

Andreas Scotty Böttcher, Jazz-Improvisator und Multi-Instrumentalist
16/3/11
Doreen
Hat Kultur nur noch eine Existenzberechtigung, wenn sie als sog. Event möglichst profitabel durch den Zwinger "wedelt"??!! Was für ein trauriges Armutszeugnis!
16/3/11
E Viehweger
Die Menschen, die nicht in den ddeutschen Hauptstädten wohnen, haben wohl kein recht auf vielseitige Kultur? Wenn Teile einer landaesregierung solche Diskussionen zulassen, ist dies beschämend.Für nachfolgende Generationen sind derartige schritte ein Rückschlag für musische Betätigungen. Kultur und Kunst zu beschneiden wird bereits seit Jahren betrieben, wie lange soll dies noch so weitergehen?Wenn die Kulturlandschaft allmählich zusammengestrichen ist, was folgt dann?
15/3/11
Alan
Die Staatsregierung sollte die tragweite ihre Aktionen bewußt sein - Es hat auf jeden Fall Signalwirkung für die Kommunen: Da wird sicherlich die Hemmschwelle zur Finanzierungsausstieg bei der ein oder andere GmbH Gesellschafter abgesenkent.
Ein andere Frage - Die neue LDS gGmbH muss aber dann die eingekauften Orchesterleistungen, wegen des Volumes, sicherlich europaweit Ausschreiben. Hat die Frau Schorlemer daran gedacht? Manche Politiker denken gar nicht weiter als ihr eigene Schreibtisch.
15/3/11
linda
http://www.musik-in-dresden.de...

Hier weitere Informationen zu dieser Entscheidung, die weite Kreise ziehen wird! Es betrifft nicht nur das Orchester selbst, sondern den gesamten Kulturraum Sachsen! Eine fast einzigartige Musik- und Kulturlandschaft ist in Gefahr!
15/3/11
Benjamin wand
Es ist ein Skandal, dass als Folge des Desasters bei der Sächsischen Landesbank (der Verlust mehrere Milliarden Euro durch hirnlose Spekulation) nun vorrangig bei Kultur, Bildung und Sozialem gespart werden soll.
Ich empfehle allen die noch bei einer der Banken die verantwortlich für die Finanzkrise sind (Dt. Bank, Commerzbank u. a.) ein Konto haben, als ersten Schritt dieses aufzulösen und zu einer korrekten Bank, wie beispielsweise der GLS-Bank zu wechseln.
Ich wünsche allen an der Petition Beteiligten viel Glück auch wenn sich die sächsische Landesregierung leider von dieser Petition kaum beeinflussen lassen wird.
15/3/11
Stenderwilli
Diese elenden Entscheidungsträger des Freistaates Sachsen entledigen sich Ihrer Kunstangestellten wie Abfall ohne in Betracht zu ziehen das gerade ohne Kultur kaum noch Turisten nach Dresden kommen, das spühlt ja dann auch Geld in die Stadtkassen wobei dies nicht unmittelbar messbar ist. Erst das Zusammenspiel von Kunst, Kultur und Stadtkultur ist ein bleibender Eindruck von Dresden. Das Orkester in die Arbeitslosigkeit zu schicken kostet den Freistaat auch wieder und irgend eine billig motivierte Truppe von Musikern anzuheuern und auszutauschen wird auf Dauer nur mit Qualitätsverlust verbunden sein. Eine Art Verbundenheit mit dem Freistaat kann man den Brüdern wirklich nicht anmerken, denn Tradition und Stolz wie es sie überall auf der Welt gibt (zb Wiener Philharmoniker) gehen weitestgehend verloren. Dagegen möchte ich ankämpfen und den Musikern die Daumen drücken das unsere Petition noch mal zum Umdenken anstößt.
15/3/11
Eschrig
Ich bin bestürzt und zutiefst verärgert, wie von den kulturpolitischen Entscheidungsträgern unsensibel und ohne Weitblick
entschieden wird.
Kultur ist nicht nur Eventkultur -- Große Oper auf dem Theaterplatz ... Gerade Kultur vo0r Ort und tagtäglich überalll - ohne Starrummel und Champagner mit Kaviar und Trüffeln schafft Lebensqualität für VIELE !

Ich durfte auf den Brettern der Landesbühnen meine ersten Gehversuche als Extrachormitglied und Tenorsolist machen und denke heute noch voll Dankbarkeit daran zurück.

Kollegen wehrt Euch !!! Euer Ralph Eschrig Tenor